„Die Herzen öffnen“ – Leserbrief in der TAZ

Es ist unerträglich, wie eine Kanzlerin demontiert wird, die den Mut hatte, die Realität zu benennen. Wir können die Grenzen nicht dicht machen, die Menschen fliehen ohne Rücksicht auf Obergrenzen, und es ist unsere moralische Pflicht, sie aufzunehmen. Alle Begrenzungsmaßnahmen führen schon jetzt zu mörderischen Ergebnissen, tausende sind schon ertrunken. Es wäre an der Zeit, Frau Merkel den Rücken zu stärken, auch zu sagen, dass wir vorerst 20 Mrd Euro pro Jahr brauchen für vernünftige Integrationsmaßnahmen und Wohnungsprogramme.
All das würde uns schon mittelfristig auch nützen. Gegenwärtig definieren wir Europa.
Ein Hochsicherheitstrakt für ein Europa als Wohlstandsinsel wird nicht funktionieren und hat keinerlei Zukunft – ist eine Illusion. Ohnehin profitieren vom europäischen Reichtum immer weniger auch innerhalb der Grenzen. Machen wir die Augen auf – dann kapieren wir auch, dass wir die Herzen aufmachen sollten für ein überlebenswertes Europa.
Zum Nichtabschotten würde auch gehören, nicht jahrelang wegzuschauen, was um uns passiert, und zuzuschauen wie die zukunftsorientierte Jugend an die Wand und in die Sackgasse der Religionskriege gedrängt wird. Und das wegen der Geschäfte mit den reichen Golfdynastien! Wer mag da noch stolz bleiben können, ein Europäer zu sein.
Burkhart Braunbehrens

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